1530 – 1534

1530 Reichstag in Augsburg Zwar endete der Augsburger Reichstag 1530 mit einem Verbot jeglicher Neuerungen, jedoch konnten die Reformatoren die von Melanchthon verfasste „Augsburger Konfession“ („Confessio Augustana“) verlesen, was einen großen Erfolg darstellte. In diesem Werk legten sie ihre Bekenntnisse ausführlich dar. Luther selbst erschien, da er Geächteter war, nicht auf dem Reichstag, war jedoch durch seine Vertreter, vor allem durch Melanchthon, über alle Vorgänge informiert. Er verbrachte die Zeit auf der Veste Coburg, wo er am Alten Testament arbeitete. Als Reaktion auf die antireformatorischen Erklärungen des Reichtages wurde 1531 von den protestantischen Reichsständen der „Schmalkaldische Bund“, ein Verteidigungsbündnis gegen die katholischen Länder, gegründet.

Worms Lutherdenkmal, Sinnbild des Friedens

1534 Erste Gesamtausgabe der Bibel Luthers Das gesamte Alte und Neue Testament auf Deutsch erschien in Wittenberg, von Lufft gedruckt. Das besondere an der Übersetzung ist, dass es von einem „Sprachgenie“ stammt, das mit traumwandlerischer Sicherheit die richtigen Worte fand, damit es jeder lesen und verstehen konnte. ….“Den man muß der Mutter, im Hause dem Kind, auf der Straße und dem Mann am Markt danach fragen, und denselben auf das Maul sehen, wie sie reden, und danach übersetzten“….. Wortprägungen, die wir heute noch verwenden, stammen von ihm, z.B.: kleingläubig, friedfertig, Nächstenliebe, Herzenslust, Ebenbild, Judaslohn, … Wer andern eine Grube gräbt, … Hochmut kommt vor den Fall und viele andere.

Faximileausbabe Taschen Verlag Buch Janda